© 2019 Kanzlei Aleksandra Gleich Rechtsanwältin | Architektin

    Neubau eines Zentrallagers für das Nationaltheater Mannheim

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    Vorbeifahrt am Baugelände Richtung Mannheim HBF

    Anlass und Ziel

    Das Nationaltheater Mannheim ist ein Vierspartentheater mit eigenen Ensembles für Musiktheater (Oper, Operette, Musical), Schauspiel, Ballett sowie dem in der Alten Feuerwache untergebrachten Kinder- und Jugendtheater Junges NTM.

    Das Theatergebäude am Goetheplatz wurde 1957 eröffnet und soll im Rahmen einer Generalsanierung voraussichtlich ab dem Jahr 2021 temporär geschlossen werden. Der Spielbetrieb erfolgt in der Zeit der Generalsanierung (für ca. 4 Jahre) dezentral in verschiedenen Interimsspielstätten.

     

    Die Ausrichtung und Größe des Nationaltheaters Mannheim bedingt eine komplexe Lagersystematik. Derzeit bilden sich die verschiedenen Lagerstandorte über das Stadtgebiet verteilt ab. Durch ein zentrales Lager soll die Lagerlogistik mit den vorhandenen personellen Ressourcen effizienter gestaltet werden und zudem sollen mit dem Neubau optimale Voraussetzungen in Bezug auf die für das Lagergut benötigte Trockenheit, Staubfreiheit und Temperaturstabilität geschaffen werden.

     

    Um den Probe- und Spielbetrieb im Spielhaus am Goetheplatz zu gewährleisten, erfolgen täglich bis zu 14 LKW-Anfahrten (einfache Fahrt), die aus den verschiedenen Lagerstätten Kulissenelemente, Möbel, Requisiten usw. anliefern bzw. abtransportieren. Die Verortung der Lagergüter an einem zentralen Ort wird im Ergebnis die Logistik sowie die Lagerverwaltung wesentlich optimieren und auf lange Sicht qualitativ sichern und somit auch dem geringen Personalbestand in diesem Bereich Rechnung tragen.

    Nach vergleichenden Standortstudien fiel 2018 in einem Grundsatzbeschluss des Gemeinderates die Entscheidung, ein neues Zentrallager auf einer ca. 21.000 m² umfassenden Teilfläche eines Grundstücks der Staatlichen Rhein-Neckar-Hafengesellschaft Mannheim mbH (HGM) im Handelshafen zu errichten.

    Aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht sollen die Anforderungen mit einem möglichst kompakten Baukörper erfüllt werden, dessen Geometrie und Positionierung eine optimale Andienung und innere Abläufe sicherstellt.

     

    Aufgrund ihrer Größenordnung wirkt die Halle städtebaulich prägend. Östlich direkt anschließend verläuft die vielbefahrene Zugstrecke nach Frankfurt über ein Viadukt. Kurz vor Einfahrt in bzw. nach Ausfahrt aus dem Hauptbahnhof Mannheim passieren die Züge in verminderter Geschwindigkeit das Grundstück. Somit wird das Gebäude in seiner Geometrie über Eck präsentiert. Die architektonische Formensprache soll hier die kreativen Werte, für die das NTM steht, herausarbeiten.

    Verfahren

    Im Rahmen eines nichtoffenen Planungswettbewerbs mit vorgeschaltetem EWR-weiten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb zur Auswahl von max. 20 Teilnehmern nach RPW 2013) und eines anschließenden VgV-Verhandlungsverfahren sollen Ingenieurleistungen des Leistungsbildes „Gebäude und Innenräume“ gem. § 34 i.V.m Anlage 10.1 HOAI für die Baumaßnahme „Neubau Zentrallager Nationaltheater“ auf dem Grundstück Verlängerte Jungbuschstraße 2-6, Mannheim,  stufenweise beauftragt werden.

    Die stufenweise Beauftragung erfolgt in 3 Bearbeitungsstufen mit den Leistungsphasen (LPH) 1 - 4 (Grundlagenermittlung bis Genehmigungs-planung), LPH 5 - 8 (Ausführungsplanung bis Objektüberwachung) und der LPH 9 (Objektbetreuung).

    Wettbewerbssumme

    Der Auslober stellt für die Preise und Anerkennungen einen Betrag von 90.000.- € netto zur Verfügung.

    Folgende Aufteilung der Wettbewerbssumme ist vorgesehen:

    1. Preis: 37.000.- € zzgl. Mwst. 

    2. Preis: 24.500.- € zzgl. Mwst.

    3. Preis: 14.000.- € zzgl. Mwst. 

    Anerkennungen: 2x 7.250.- € zzgl. Mwst. 

    Preisgericht

    Sachpreisrichter:

    -                  Bürgermeister Michael Grötsch (Dezernat II)

    -                  Marc Stefan Sickel (EBL 42/ Geschäftsführender Intendant NTM)

    -                  Harald Frings (42/ Technischer Direktor NTM)

    -                  Roland Hörner (Hafendirektor HGM)

    -                  N.N. (BBR-Mitglied)

    Stellv. Sachpreisrichter:

    -                  Marco Spies (Architekt, 42/ Geschäftsstelle Generalsanierung NTM)

    Fachpreisrichter:

    -                  Prof. Tobias Wulf (Architekt)

    -                  Prof. Jörg Aldinger (GBR), (Architekt)

    -                  Prof. Kerstin Schultz (Architektin)

    -                  Prof. Dr.- Ing. Annette Rudolph-Cleff (Architektin)

    -                  Klaus Elliger (Architekt, 61/ Fachgebietsleiter Stadtplanung)

    -                  Marcus Augsburger (Architekt, 42/ Leiter Geschäftsstelle                                                                                  Generalsanierung NTM)

    Stellv. Fachpreisrichter:

    -                  Christian Hauss (Architekt, 42/ Geschäftsstelle Generalsanierung NTM)

    -                  Harald Thiele (Architekt, 61/ Sachgebietsleiter Stadtplanung)

    Sachverständige / Berater:

    -                  Stefan Lauer (42/ Leiter Fahr- und Sonderdienste)

    -                  Martin Dommermuth (60/ FB Baurecht)

    -                  Marco Bauer (37/ Abteilung Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz)

    -                  Walter Mäcken (MÄC-Event Consulting)

    -                  Christine Gärtner (io-consultants)

    Termine

    Tag der Bekanntmachung/ Ausgabe der Unterlagen                                   16.08.2019

    Ende der Bewerbungsfrist                                                                               16.09.2019

    Benachrichtigung der Teilnehmer                                                                   20.09.2019

    Rückfragen- Kolloquium zur Erörterung der Aufgabe                            wird mitgeteilt

    Abgabe Wettbewerbsarbeit                                                                              18.11.2019

     

    Preisgerichtssitzung                                                                                         10.12.2019